Eigentlich muesste ich mich schaemen jetzt ueberhaupt nochmal was zu schreiben....an alle die meine Reise mit grossem Interesse mitverfolgen, es tut mir sehr leid, dass ich meinen Blog in den letzten fast 4 Monaten sehr vernachlaessigt habe. Hoert man einmal auf regelamaessig zu schreiben , faellt es umso schwerer wieder neu anzufangen.

Hier ein kleines Update von den letzten 4 Monaten

Nachdem nach Weihnachten die letzten Examen geschrieben wurden, ging es dann fuer mich in meine 2-monatigen "Sommerferien".  Leider waren es keine Ferien, ich musste mir in dieser Zeit anderorts Arbeit suchen. Nach fast 8 Moanten Unterrichten habe ich die 2 Monate Finca und Communidadsarbeit richtig genossen. Auch wenn ich oft abends muede und kaputt nach Hause gekommen bin, weiss ich jetzt wie man Essen fuer Kuehe herstellt, hab ich im Kuhkurs gelernt,bin Profi im Kakaobaeme beschneiden, weiss wie sich hunderte beissende Ameissen auf dem Koerper anfuehlen,wie man siebenhundert Jugendliche 3 Tage lang verkoestigt und wie sich ein dicker Sonnenstich anfuehlt. Also alles in allem eine ziemlich erahrungsreiche Zeit....

Seit 2 Wochen bin ich nun wieder in der Schule, wenn auch nur noch in einer, die andere wurde aus dem Programm geschmissen, was mir nicht unbedingt ungelegen kommt. Jetzt unterrichte ich 4 Tage in der Schule und habe einen Tag fuer Communidads und Gemuesegarten-arbeit. Den Gemuesegarten habe ich in den Ferien gemeinsam mit meinen Koordinatoren und der Communidad fuer die Schule angelegt, und mal schauen ob der Plan aufgeht, und bald alle Kinder mit Vergnuegen den Lutscher gegen eine selbst geplanzte und geerntete Moehre tauschen. Soweit der Plan, in der Realitaet wird wahrscheinlich ein bisschen aders aussehen, doch wenigstens werden sie lernen dass es ueberhaupt Gemuese gibt, was man essen kann.

Puenktlich zum Schulanafang sind haben sich meine Eltern auf den Weg nach Ecuador gemacht. Nach einer woche alleine reisen, haben sie mich dann fuer ein Wochenede auf der Finca besucht. Als Wilkommensgruss wurde von der Schule natuerlich ein Baila veranstaltet. Nachdem ich allen erklaert hatte, dass meine eltern nicht tanze koennen weil sie die Musik nicht kennen, haben sie es geschafft die communidad vom gegenteil zu ueberzeugen. Zur allgemeinen Belustigung haben sie keine Muehe geschaeut und mal ordentlich das Tanzbein geschwungen. Videos gibt es eine ganze Menge, also freut euch schonmal, hoechts amuesant. Mama Papa, ich werde immer noch auf eure tanzkuenste angesprochen!

Nach dem gmeinsamen Wochende in der Communidad durfte ich einmal in meinem Leben eine Woche das Leben eines Einzelkindes geniessen. Zusammen ging es dann nach Banos und spaeter nach Cuenca.Vulkanbesteigung, Rafting, Wasserfallroute,Marktbesuch, wir haben so ziemlich alles mitgenommen ws in den wenigen Tagen ging und es war wirklich interessant die eigenen Eltern hier zu haben.

Ich hoffe ihr seid nicht all zu enttaeuscht, ich versuch mich zu bessern, nachdem schon alle gedacht haben jetzt ist es soweit und es wirklich fuer 3 Tage Internet in Paraiso gab, ist die Verbindung wieder todund keiner weiss wie lange es dauert bis sie vielleicht nochmal zurueckkommt, aber ich bin guter Hoffnung, und dann wird es um einiges leichter mal schnell ins Internet zu gehen.

Ich hoffe es geht euch allen gut, wuensche euch frohe Ostern und bis bald!

1 Kommentar 21.4.11 00:47, kommentieren

Vorweihnachtszeit...

Vorweihnchtszeit in Ecuador....ich bin gerade bei strahledem Sonnenschein und 28 Grad mit meinem Motorad durch den Dschungel gefahren und musste mal wieder feststellen dass dieses Weihnachten wohl nichts mit dem in Deutschland zu tuhen hat.... Waehrend bei euch schon der Winter wueted, wird es bei uns immer feuchter und es vergeht kein Abend ohne Regen...

Auch wenn ich im Moment recht oft an Zuhause denken muss geht es mir sehr gut. Die Schule lauft und Dank einer Stundenplanaenderung bin ich im Moment sogar mehr oder weniger regelamessig an beiden Schulen am Unterrichten. Eigentlich schade, denn so ein oder zwei Tage in der Woche auf einer Finca arbeiten ist eigentlich ein ganz netter Ausgleich zum Unterrichten.Eine kleine Pause hatte ich vor 2 Wochen, als hier in Ecaudorn die alljaehrliche Volkzaehlung stattfand und meine Lehrerinnen alle Hauser in der Umgebung abklappern musste. 3 Tage hintereinander habe ich auf meiner und 2 andern Fincas gearbeitet...Kakao geerntet, Kakaobaeume beschnitten, Plaenzchen eingplanzt und Loecher gebuddelt. Am dritten Tag war ich um gefuehlte 500 Moskitostiche und 4 Blasen reicher und habe mich fast schon wieder aufs Unterrichten gefreut. Jetzt freue ich mich dass bald wenigstens ein paar Tage frei sind Denn leider gibt es hier keine Schulferien zwischen Weihnachten und Silvester und weil die Feiertage dieses Jahr so unglaublich unguenstig liegen werde ich wohl wenn ich Glueck habe 2 freie Tage haben...

Wegfahren lohnt sich also nicht wirklich und so werd ich wohl Weihnachten und Silvester im schoenen Paraiso verbingen. Leider wurde das traditionelle Programm und baila von meiner Schule vom 24. auf den 18. verlegt. Irgendjemand kann wohl nicht, also feiern sie einfach mal eine Woche fruher Weihnachten, naja die Leute sind hier eben flexibel.....ich finds sehr schade, denn jetzt hab ich wirklich nichts mehr an Weihnachten zu tun, ausser vielleicht mit meiner Familie ein selbst geschlachtetes Schwein zu essen. Jeder hofft, dass sich vielleicht doch noch jemand erbarmt am 24. einen baila zu veranstalten, aber das wird sich wahrscheinlich sowieso fruehstens 2 Tage vorher klaeren.

An Silvester gibt es ebenfalls ein baila. Der wird von den Jugendlichen organisiert und scheint wohl richtig gross zu werden. Hier gibt es kein Feuerwerk um 12 Uhr, sondern es wird in den Tagen vorher eine Puppe gebastelt, mit der jeder mal tanzen darf und die dann um 12 Uhr verbrannt wird...da bin ich echt mal gespannt, ich glaube das Fest wird ein bisschen lustiger als Weihnachten.

So viel zu meinen Weihnachts- und Silvesterplaenen...dieses Jahr wird diese Zeit ein bisschen anders sein und ich werde wohl oft an euch denken muessen wenn ich mir vorstelle wie meine Familie gemuetlich unter dem Tannenbaum sitzt und ich wahrscheinlich ueber einem Stueck Schwein mit Reis sitze

Ich werde mir mal als Vorsatz fuer das naechste Jahr machen, ein wenig oefter in meinen Blog zu schreiben und wuensche euch allen auf jeden Fall jetzt schon mal frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!!!

1 Kommentar 13.12.10 19:49, kommentieren

Endlich mal wieder ;)

Nach 3 Wochen noch mal ein kleines Update von meinem leben:

Das jetzt schon fast drei Wochen zurueckliegende Fest war ein Riesenspass. natuerlich hat bei dem Volkstanz so ziemlich alles nicht geklappt und wenn ich mir das Vidio anschaue muss ich lauthals ueber mich selber lachen. Ich hab das ecuadorianische Tanzblut einfach nicht in mir. Am Freitagabend wurde mit den tanzen der kulturelle Teil abgehandelt und am Samstagabend gab es nur noch eine grosse "baila". Als meine Familie meinte dass bis um 6 in den Morgen getanzt wuerd hab ich mir nur gedacht ja aber ohne mich. Doch sie hatten nicht so unrecht, ich lag glaub ich um 6 Uhr in meinem Bett, totgetanzt und mit dem ein oder anderen alkohlischen Getraenk intus. Dementsprechend hab ich mich dann auch am naechsten Morgen gefuehlt, als ich nach 2 Studen Schlaf von den gefuehlten 100 Leuten in meinem Haus geweckt wurde die alle extra fuer das Fest angereist waren. 

Jetzt hab ich seit mehr oder weniger 3 Wochen keine Schule und habe die Zeit fuer ein bisschen Reisen und einen Aufenthalt in Quito, der auch mal drigend noetig war genutzt.

Zusammen mit 3 anderen Freiwilligen habe ich vor 2 Wcohen fuer 5 Tage ein Stueck von der Kueste bereist. Superschoen, wenn da mal ein bisschen mehr Sonne gewesen warere. In Canoa hab ich dann meine erste Stunde im Wellensurfen genommen. Machst super viel Spass und ist sau anstrengend, nach einer Stunde im Wasser und gefuehlten, geschluckten 3 Liter Salzwasser brauchte ich ersteinmal eine Pause. Mompiche, ein anderes Stranddorf konnte mich bei durchgehendem Nieselregen nicht besonders reizen. Muss jedoch bei Sonne ziemlich schoen sein, behaupten zumindestens die Ecuadorianer

 

Letztes Wochende habe ich dann zum ersten mal nach 2 Monaten eine warme Dusche gesehen:D Zusammen mit Larissa bin ich fuer das Wochende nach Quito gefahren und wir haben so ziemlich alles gemacht was im campo leider nicht moeglich ist: Softeis essen, ins Kino gehen, ein Broetchen mit Marmelade und Frischkaese essen und zu nicht ecuadorianischer Musik in einer Discothek tanzen.

In letzten 2 Wochen musste ich die nicht vorhandene Arbei in der Schule durch eine andere erstzten und so hab ich endlich mal etwas von der Arbeit auf der Finca mitbekommen. neben jeden Morgen Kuehe melken (kleines Erfolgserlebnis: ich kann jetzt die ein der andere Kuh mit 2 Haende melken) hab ich einen Tag 100 kleine Plaenzchen eingeplanzt und mit meinem Gastpapa einen neune "Wald" angelegt, Kuehe gemarkt und ihre Wunden mit schwarzer Schmiere angemalt, irgednwelche Baueme geputzt und Kakao geerntet. Auch wenn man danach so richtig fertig ist, macht es super viel Spass und manchmal wenn ich so unter einer Kakoplanze sitze, auf glitschigen weissen Kakobohnen rumlutsche komm ich mir vor wie in einem Film :D

Sonst gehts mit gut, bin um ein paar hundert Mueckenstiche reicher und freu mich bald mal wieder in die Schule zu gehen!

 

5.11.10 01:49, kommentieren

Nach langer Zeit endlich noch einmal ein Eintrag...... Mir geht es gut, leider ist die Zeit im Internetcafe ziemlich begrenzt und so wird der Blog ein wenig vernachlaessigt, das tut mir leid, aber auch wenn ich jetzt ein Motorrad habe ist es immernoch ein kleiner Ausflug nach Puerto Quito.

Mittlerweile hat sich bei mehr oder weniger ein geregelter Alltag eingestellt, ich gehe in die Schule und am Wochende treffe ich entweder andere Freiwillige oder unterstuetze meine Communidad bei irgendeinem Event mit Bier trinken und tanzen.

Diese Woche muss ich meine ersten Examen mit den Kindern schreiben. Computatcion und Englisch sind bereits geschrieben, morgen muss ich dann die Kinder beim Fussballspielen bewerten, ein bisschen unnoetig, aber die Lehrer wuenschen es, also wirds natuerlich gemacht Heute musste ich dann leider feststellen dass nur ein Bruchteil von meinem Unterricht im Gedaechnis der Kinder platzt findet. Viele waren mit dem Examen voellig ueberfordert und ich werde wohl die ein oder andere Aufgabe herausnhemen muessen um nicht die Haelfte der Kinder durchfallen zu lassen. Jetzt weiss ich auf jeden Fall ungefaehr wie viel von meinem Unterricht haengen bleibt

Seit einer Woche bereitet sich meine Communidad auf das Fest der Namensparonin, die Jungfrau Maria, am kommenden Wochende vor. Alle sind in heller Aufregung, das muss wohl das Event des Jahres sein. Seit einer Woche gibt es jeden Abend ein Gebet, das die komplette Communidad besucht, so natuerlich auch ich, mit anschliessendem Snack. Ausserdem muss natuerlich an diesem Fest auch mal wieder kraeftig getanzt werde und sogar die Jugendlichen bereiten so einen volkstanzaehnlichen Tanz vor. Ich bin der Gruppe  letzte Woche beigetreten, und gehe seitdem jeden Abend auf dem Schulhof tanzen ueben. Am Anfang war mir die ganze Sache ein wenig suspekt, die Musik ist echt nicht so mein Ding, mittlerweile ist es ein riesen Spass und die anderen haben mindestens genausoviel zu lachen wie ich wenn ich wieder einmal den Einsatz verpasse, auf einer voellig falschen Seite stehe oder meinem Partner eine runterhaue, weil ich irgendeine Drehung nicht hinbekomme.

Zum Glueck folgen auf die Examen-Woche eine Woche Ferien und so werde ich hoffentlich, wenn nicht wieder irgedetwas dazwischen kommt, was hier nicht ungewoehlich waere naechste Woche Mittwoch bis Sonntag am Strand verbringen.

Naechste Woche werde ich also mehr Zeit haben ausfuehrlich von dem Fest zu berichten und fuer alle die von meinem kleinen Malleure mit meinem Motorrad gehoert haben: ja es geht mir echt wieder gut, die Schirfwunden sind schon wieder verheilt, mein Bein braucht ein bisschen laenger aber ich geben ihm jeden Tag viel Frische Luft zum heilen

3 Kommentare 12.10.10 23:10, kommentieren

Nach laengere Zeit habe ich endlich mal wieder die Moeglichkeit etwas zu schreiben.

Nachdem ich in der letzten Woche von einem undeffinierbaren Ausschlag geplagt wurde mehr Zeit beim Artzt als in der Schule verbracht habe, geht es mir jetzt wieder richtig gut. Das Wochenende in Mindo war ein grosser Spass, einmal aus der idyllischen Dschungeleinsamkeit herauskommen und sich mit anderen Freiwilligen auszutauschen hat nach der ersten Woche richtig gut getan. Mindo ist bekannt fuer seinen Tourismus und so haben wir es uns auch nicht entgehen lassen, einmal canopic auszuprobieren. Dafuer zieht man sich einen Klettergurt an, wird mit Handschuhen und einer Stahlrolle ausgestattet und dann faehrt man an der Rolle ueber die Schluchten von den Nebelwaeldern rund um Mindo. Die erste Fahrt ist eine Ueberwindung, aber danach macht es richtig Spass. Die Fahrt mit dem hoechsten Adrenalinkick ist dann mit den Fuessen nach oben und dem Kopf nach unten, die Haende frei in der Luft ueber eine Schlucht.

Die letzte Woche war bis auf den ein oder anderen Artztbesuch relativ ruehig. Am Mittwoch habe ich meine Lehrerinnen auf ein Treffen mit anderen Lehrern der Umgebung begleitet (ein stinklangweiler Vormittag)  und am Freitag habe ich Donnerstagsabends erfahren, dass fuer mich keine Schule stattfindet, da die Lehrein keine Zeit hat.

Also habe ich das erste mal meiner Familie beim Kuehe melken geholfen. Sie hatte ihren Spass, mir dabei zuzuschauen wie ich der armen Kuh an den Zitzen rumdruecke, aber kein Troepfchen Milch herausbekomme. Spaeter habe ich dann noch ein bisschen Unkraut gejaehtet, mit meiner Schwester Mandarienen und Bananen mit dem Pferd gepflueckt und die Dusche geputzt. Nach 5 Stunden arbeit, war meine Gastmama dann auch der Meinung dass ich ja wohl genug gearbeitet haette und so hab ich mich ersteinmal ein bisschen aufs Ohr gehauen. Spaeter hat mich dann noch Basti besucht.

Seit Samstag bin ich stolze Besitzerin eines Motorrads! Zusammen mit meinem Gastbruder und einem Freund der anscheinend etwas von Motorraerdern versteht ( was sich nachher als voelliger Flopp herausgestellt hat) habe ich mich in Santa Domingo, der naechsten, grossen Stadt auf die Suche nach einem einigermassen bezahlbaren Motorrad gemacht. Ist bei der Menge an Laeden gar nicht mal so einfach.

Am Sonntag habe ich dann zur allgemeinen Belustigung auf der Dorfwiese meine ersten Runden gedreht und am Nachmittag meine Gastschwester nach Puerto Quito gefahren. Der Hinweg lief glatt, auf dem Rueckweg habe ich die Hilfe von dem ein oder anderen netten Mann gebraucht, weil meine Schaltfaehigkeit mich an dem ein oder anderen Berg verlassen hat und ich das Motorrad zum abwuergen gebracht habe.

Naja das werde ich noch ein bisschen ueben muessen, aber das Gefuehl nicht mehr voellig auf den 6-Uhr-Bus angewiesen zu sein, ist schon ziemlich befreiend.

Die kommende Woche und Wochenende werde ich in meiner Communidad verbringen. In meiner 2. Schule wird mal wieder ein Fest geschmissen und alle aus meinem Dorf freuen sich schn wieder mich tanzen zu sehen

Ich hoffe der naechste Eintrag laesst nicht so lange aus sich warten!

 

1 Kommentar 21.9.10 20:29, kommentieren

Dschungel!

Nach einer Woche in der voelligen Abgeschiedenheit, habe ich heute endlich die Moeglichkeit in ein Internetcafe zu gehen und mit der Aussenwelt Kontakt aufzunehmen

Ersteinmal mir geht es gut, mein neues Leben hat mich am Anfang ein bisschen ueberfordert, aber es laueft immer besser und ich kann mich nicht beklagen.

Ich wohne auf einer FInca, ca. 10 min mit dem Bus auf einer befestigten, und 50 min mit dem Bus auf einer unbefestigten Mtschpiste von Puerto Quito entfernt. Das Haus liegt in einer Communidad, mitten im Dschungel, ohne Internet in der voelligen Abgeschiedenheit. Meine Gastfamilie ist super nett, meine Gastmutter ist eine richtige Uebermutti und liebt es sich mit mir zu unterhalten. Mit ihr, meinem Gastvater und meiner Gastschwester kann ich viel lachen und sie sind sehr bemueht um mich.

Die voellige Abgeschiedenheit hat mir am Anfang am meisten zu schaffen gemacht, aber mittlerweile kann ich das geniessen, mit dem Gedanken, dass ich am Wochende die anderen Voluntaere treffen kann

Mein Haus ist fuer die hiesigen Verhaeltnisse glaub ich relativ gut ausgestattet, auch wenn die abendliche , KALTE Dusche mehr ein Zwang als ein Genuss ist Bis jetzt hab ich noch mit keinen Kakelaken Bekanntschaft gemacht, und auch wenn mein Zimmer aus 100% Betong besteht , ist es nett eingerichtet, sowie das ganze Haus.

Die Schule laeft....meine 2. Schule habe ich noch nicht kennengelernt, aber die erste ist wirklich schoen. Die anderen 2 Lehrerinnen haben mich nett aufgenommen und auch die Kinder bringen viel Spass. Sie sind super lieb und aufgeschlossen und helfen mir jeden Tag mein Spanisch zu verbessern

Als ich am Samstag angekommmen bin, hatte die Comunidada am Abend ein Wilkommensfest organisiert. es gab vieeeel Essen (so wie jeden Tag ) und ich musste gefuehlt mit jedem maennlichen Menschen tanzen. Merrengue Salsa, alles was ich nicht kann aber das hat sie nicht gestoert Auch wenn ich mein Bett zuerst bevorzugt habe, war es ein schoener Abend und ich hatte die Moeglichkeit die Bewohner kennenzulernen.

Das waren die ersten Eindruecke, jetzt mach ich mich mit dem Basti auf den Weg nach Mindo. Da treffen wir morgen mit den anderen Freiwilligen und verbringen zusammen das Wochenende. Endlich wieder ein bischen Zivilisation!

 

1 Kommentar 10.9.10 22:44, kommentieren

Pichincha

Heute bin ich mit 4 anderen Freiwilligen auf den Vulkan Pichincha gefahren. Um uns den mühsamen Aufstieg zu sparen haben wir uns für die bequemere Variante, eine Seilbahn entschieden.

An der Bergsation angekommen, musten wir ersteinmal alles anziehen was wir dabei hatten, denn ein Höhenunterscheid von knapp 1600m lässt die Luft nicht nur um einiges dünner, sondern auch kälter und windiger werden.

Nach 2 Wochen Rumsitzen in der Schule, verspürten wir das Bedürniss, uns mal ein bischen zu verausgaben und haben uns  eine 4 stündige Tour (mit weiteren 600 Höhenmetern) vorgenommen.

Doch schon beim ersten Anstiegt musste eine Pause eingelegt werden und uns wurde ziemlich schnell klar, dass es eine eher utopische Vorstellung war die Tour an diesem Tag zu laufen. Trozdem sind wir weitergelaufen und mit der ein oder anderen Pause haben, die einen mehr, die anderen weniger von der Route geschafft. Denn wenn auch jeder neue Anstieg auf dem Kamm ersteinmal pochende Herzen und Atemlosigkeit bedeuteten, entlohnte der immer geiler werdende Ausblick auf Quito und ein immer bessseren Berpanorama.

Ich habe nachdem Basti und Theresa unbedingt noch das Geröllfeld erreichen wollten, mit Christopher querfeldein ein "Miniaturhäusschen" besucht, was sich leider später als alte Feuerstelle eines Wildcampers  mit alten Thunfischdosen und anderem Müll rausstellte. Christopher hat sich über diesen Fund gefreut, denn er konnte seine Müllsammlung (die vom Reiseführer vorgeschlagen wurde) um einige Teile erweitern. 

Zusammen haben wir dann später bei der Berstation auf die Dunkelheit gewartet. Denn besonders schön ist es im Dunkeln mit der Bergbahn zu fahren und Quito bei Nacht von oben zu sehen.

Jetzt bin ich ziemlich ko, mein Magen hat sich wacker geschlagen und hat meine Enthaltsamkeit belohnt. Die nächsten Tage werden nicht zu allzu spannend werden, doch bevor ich mich am Samstag auf den Weg nach Puerto Quito mache, werde ich nocheinmal etwas von mir hören lassen. Euch auch eine schöne Woche! 

 

1 Kommentar 30.8.10 05:11, kommentieren