Nach laengere Zeit habe ich endlich mal wieder die Moeglichkeit etwas zu schreiben.

Nachdem ich in der letzten Woche von einem undeffinierbaren Ausschlag geplagt wurde mehr Zeit beim Artzt als in der Schule verbracht habe, geht es mir jetzt wieder richtig gut. Das Wochenende in Mindo war ein grosser Spass, einmal aus der idyllischen Dschungeleinsamkeit herauskommen und sich mit anderen Freiwilligen auszutauschen hat nach der ersten Woche richtig gut getan. Mindo ist bekannt fuer seinen Tourismus und so haben wir es uns auch nicht entgehen lassen, einmal canopic auszuprobieren. Dafuer zieht man sich einen Klettergurt an, wird mit Handschuhen und einer Stahlrolle ausgestattet und dann faehrt man an der Rolle ueber die Schluchten von den Nebelwaeldern rund um Mindo. Die erste Fahrt ist eine Ueberwindung, aber danach macht es richtig Spass. Die Fahrt mit dem hoechsten Adrenalinkick ist dann mit den Fuessen nach oben und dem Kopf nach unten, die Haende frei in der Luft ueber eine Schlucht.

Die letzte Woche war bis auf den ein oder anderen Artztbesuch relativ ruehig. Am Mittwoch habe ich meine Lehrerinnen auf ein Treffen mit anderen Lehrern der Umgebung begleitet (ein stinklangweiler Vormittag)  und am Freitag habe ich Donnerstagsabends erfahren, dass fuer mich keine Schule stattfindet, da die Lehrein keine Zeit hat.

Also habe ich das erste mal meiner Familie beim Kuehe melken geholfen. Sie hatte ihren Spass, mir dabei zuzuschauen wie ich der armen Kuh an den Zitzen rumdruecke, aber kein Troepfchen Milch herausbekomme. Spaeter habe ich dann noch ein bisschen Unkraut gejaehtet, mit meiner Schwester Mandarienen und Bananen mit dem Pferd gepflueckt und die Dusche geputzt. Nach 5 Stunden arbeit, war meine Gastmama dann auch der Meinung dass ich ja wohl genug gearbeitet haette und so hab ich mich ersteinmal ein bisschen aufs Ohr gehauen. Spaeter hat mich dann noch Basti besucht.

Seit Samstag bin ich stolze Besitzerin eines Motorrads! Zusammen mit meinem Gastbruder und einem Freund der anscheinend etwas von Motorraerdern versteht ( was sich nachher als voelliger Flopp herausgestellt hat) habe ich mich in Santa Domingo, der naechsten, grossen Stadt auf die Suche nach einem einigermassen bezahlbaren Motorrad gemacht. Ist bei der Menge an Laeden gar nicht mal so einfach.

Am Sonntag habe ich dann zur allgemeinen Belustigung auf der Dorfwiese meine ersten Runden gedreht und am Nachmittag meine Gastschwester nach Puerto Quito gefahren. Der Hinweg lief glatt, auf dem Rueckweg habe ich die Hilfe von dem ein oder anderen netten Mann gebraucht, weil meine Schaltfaehigkeit mich an dem ein oder anderen Berg verlassen hat und ich das Motorrad zum abwuergen gebracht habe.

Naja das werde ich noch ein bisschen ueben muessen, aber das Gefuehl nicht mehr voellig auf den 6-Uhr-Bus angewiesen zu sein, ist schon ziemlich befreiend.

Die kommende Woche und Wochenende werde ich in meiner Communidad verbringen. In meiner 2. Schule wird mal wieder ein Fest geschmissen und alle aus meinem Dorf freuen sich schn wieder mich tanzen zu sehen

Ich hoffe der naechste Eintrag laesst nicht so lange aus sich warten!

 

21.9.10 20:29

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